Schwaben-Gier

by Klaus Wanninger | Mystery & Thrillers |
ISBN: 3937001603 Global Overview for this book
Registered by Herrundmeyer of Heilbronn, Baden-Württemberg Germany on 3/28/2009
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Journal Entry 1 by Herrundmeyer from Heilbronn, Baden-Württemberg Germany on Saturday, March 28, 2009
Regional-Krimi aus dem KBV-Verlag.

Ich bin vor einiger Zeit auf den KBV-Verlag aufmerksam geworden und dort dann auch auf die "Schwaben"-Reihe des Herrn Wanninger gestoßen. In "Schwaben-Gier" findet jemand eine Leiche am Götzenturm in Heilbronn, also in der Stadt, in die es mich seit einiger Zeit verschlagen hat. Pflichtlektüre(?)!

Dieses Buch hat mir nicht gefallen. Es fängt zwar vielversprechend an, und die schummrig-düstere Anfangsszene wird hinterher ganz pfiffig aufgelöst, aber es gibt sehr viele Dinge, die mir nicht behagten.
Herr Wanninger versucht mit Macht, Weltanschauung und Gesellschaftskritik in diesem Krimi unterzubringen. Es geht - man möge mir die ungeordnete, verkürzte Darstellung verzeihen - um Sextourismus in Thailand, Verrohung der Gesellschaft, Turbokapitalismus, Ausgrenzung von Behinderten, das Aussterben des Mittelstandes und die Bahn als Transportmittel für LKA-Ermittlungsbeamte. Nicht zu vergessen: Die zunehmende Vorliebe der Deutschen für italienische Teigwaren.
LKA-Kommissar Braig klärt einen Mordfall auf. Er fährt mit der Bahn, telefoniert dutzende Male mit Kollegen, die ihm immer neue Rufnummern diktieren, die er wiederum notiert und zwecks Anruf in sein Handy "eingibt" (Immer nur "eingeben", nicht "wählen"). Mindestens drei- oder viermal, wenn nicht öfter, spritzt er sich am Waschbecken Wasser ins Gesicht und lässt die Tropfen herunterrinnen; genauso oft kocht er im Büro Kaffee, der einen würzigen Geruch verströmt. Und stets "läuft" er dazu zum Waschbecken (er "geht" nicht etwa).
Im Privatleben Braigs spielen sich Tragödien ab, denn es geht nichts über einen Ermittler, der am Fall verzweifelt und gleichzeitig um die Seinen bangen oder sich um sie sorgen muss. Eine komatöse Schwiegermutter, ein Beziehungsdrama unter Kollegen.
Die Personen sind eindimensional - da gibt es die böse Nachbarin des Opfers, und die verschrobene Heiligenverehrerin von Gegenüber. Nebenkriegsschauplätze, völlig ohne Belang. Sie sind da, um zu verwirren, und sie tun dies auch. Nicht aber als "red herring", sondern weil man als Leser gar nicht weiß, was das soll.

Drei Sterne-Wertung, weil immerhin Lokalkolorit und Dialekt passen und amüsieren, und die Geschichte als solche gar nicht so schlecht ist. Doch der moralische Zeigefinger ist stets hoch erhoben und verdirbt den Spaß an der Kriminalgeschichte.

Journal Entry 2 by Herrundmeyer at Götzenturm in Heilbronn, Baden-Württemberg Germany on Sunday, April 19, 2009

Released 15 yrs ago (4/19/2009 UTC) at Götzenturm in Heilbronn, Baden-Württemberg Germany

WILD RELEASE NOTES:

WILD RELEASE NOTES:

Wo, wenn nicht hier, im Schatten eben jenes Turmes, der das Cover ziert?!

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