Berlin, ich vergesse dich nicht!

by Ina Seidel | Biographies & Memoirs |
ISBN: Global Overview for this book
Registered by wingLilliannewing of Wilmersdorf, Berlin Germany on 3/19/2023
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Journal Entry 1 by wingLilliannewing from Wilmersdorf, Berlin Germany on Sunday, March 19, 2023
Bild zeigt die Rückseite des kleinen Berlinbuches.
Dieses Buch kommt aus meinem Berlinregal. Ich habe es seinerzeit (80er Jahre) in einem großen Buchladen auf dem Adenauerpatz gekauft und heute nochmals gelesen. Es darf nun Erinnerungen wecken.

Zum Buch
Zeichungen und Aquarelle von:
Gabriele Albeshausen • Kurt Heiligenstaedt • Marga Karlson • Friedrich P. v. Zglinicki
Layout: Joachim Tietz
Druckhaus Lichterfelde GmbH, Berlin
Copyright 1962 by Ernst Starick Verlag Berlin

Ina Seidel erinnert sich an die Besuche in Potsdam und Berlin und reist mit uns durch das a l t e Berlin. Es ist auch die Erinnerung an die Familie Seidel, die Schriftsteller wie Heinrich Seidel, der als Ingenieur auch zu Schriftstellerruhm gekommen war [Leberecht Hühnchen] hervorgebracht hat. Eine kleine Reminiszenz an ein Berlin, das so nicht mehr existiert. Ich habe den Band gerne gelesen und mich an der wunderbaren Zeichnungen erfreut.

Eine kleine Episode möchte ich hier erwähnen: Ina Seidels Mann ist Pfarrer auf der 2. Pfarrstelle des Lazarus-Kranken- und Diakonissenhauses. Im Mietvertrag für die Wohnung stand: "Ein Schlüssel zum Friedhof gehört zur Wohnung." Es handelt sich um den Sophienfriedhof, auf dem Ina Seidel viele Spaziergänge gemacht hat ... Die Erzählungen von den Straßenerlebnissen erinnern in dem Buch stark an Heinrichs Zilles Bildern. Ihr Tagesrhythmus wird auch durch den Bolle-Wagen angekündigt, der draußen bimmelnd auf sich aufmerksam macht. Sie schreibt über die Umzüge, die durch die Position ihres Ehemannes bedingt sind: So nimmt er die Pfarrstelle in der Maria-Magdalenenkirche in Eberswalde an und wechselt nach neun Jahren zum Deutschen Dom am Gendarmenmarkt. Durch öffentliche Lesungen in der 'Dicherakademie' am Pariser Platz, Anfang der 1920er Jahre, kommt sie mit vielen bekannten Autoren zusammen, die sich zu einem letzten großen Treffen im Old Inn, Unter den Linden, versammeln: Franz Werfel mit seiner Frau Alma Mahler-Werfel, Heinrich Mann, Oskar Loerke, Julius Meier-Graefe, Willy Seidel (ihr Bruder) und sie.

Ihre Erinnerungen zeigen auch, dass es in den letzten Jahren vor 1933 sichtbare Veränderungen gab: "Das unterirdische Grollen des Vulkans war unüberhörbar. Immer wieder aber ging es in der brausenden Vielfalt des Großstadtlebens auf, es schien dazuzugehören wie die übrige Entfaltung aller Grade und Möglichkeiten des kreatürlich Menschlichen." [S.68]

An den Anhalter Bahnhof denkt sie gerne als etwas Spezielles und Familienverbundenes. Er wurde von Ihrem Schwiegevater entworfen und so zu einem ihrer Mittelpunkte in Berlin. Im Frühjahr 1934 siedeln sie nach der Pensionierung des Mannes nach Oberbayern um. Ihre letzte Begegnung mit Berlin war im Februar 1942, als sie einen Krankenbesuch machen musste.

Zur Autorin :: Auszug aus femBio
Ina Seidel (* 15. September 1885 in Halle; † 2. Oktober 1974 in Ebenhausen bei München). Ina Seidel gehörte bis in die 1950er Jahre zu den bekanntesten deutschen Schriftstellerinnen. Sie stammt aus einer bürgerlichen Familie mit literarischer Tradition, wächst auf in geistig anregender Atmosphäre: »Die Liebe zur Natur, zur Dichtung, zur Kunst, die wir von früh an vorgelebt bekamen, war ganz ursprünglich, unreflektiert.«

1907 heiratet sie ihren Cousin, den Pfarrer und Schriftsteller Heinrich Wolfgang Seidel, mit dem sie nach Berlin zieht. Ein Jahr später, erst 23-jährig, wird sie durch die Folgen eines Kindbettfiebers für den Rest ihres Lebens gehbehindert. Doch die willensstarke Ina resigniert nicht. Sie führt das konventionelle Leben einer Pfarrfrau, Hausfrau und Mutter, während sie ihre literarische Tätigkeit zunächst als »private Nebenbeschäftigung« ansieht, für die sie durch ihre langsame Genesung nun allerdings unvorhergesehen viel Zeit hat.

Da ihr schon bald die Anerkennung fehlt, wendet sie sich mit ihren Gedichten an den jungen Autor:innenkreis um Börries von Münchhausen, der sie begeistert an seinen Verlag weiterempfiehlt. 1914 bis 1933 veröffentlicht Seidel fünf Lyrikbände. Ihr größter Erfolg wird der Roman Das Wunschkind (1930), der über die Weimarer Republik hinaus in der NS-Zeit bis in die 1950er Jahre eine breite Leser:innenschaft findet. In ihrem letzten Roman Michaela (1959) klagt sie sich ihrer zustimmenden Äußerungen zum Nationalsozialismus an und setzt sich mit ihrer und der Mitschuld einer breiten Schicht des Bürgertums auseinander. ...

Ich habe den Band in der Lesechallenge 2023 von efell unter dem Block C Begriffe aus dem Text [03] Im Text mindestens fünf verschiedene Ortsnamen [Potsdam, Monbijou, Eberswalde, Tiergarten, Sophienstadt, Friedrichstadt, Lichterfelde, Schwabing ...] gelesen.

Dieses Buch reist ... weiter to whom it may concern.
Viel Freude!


Säst Du im März zu früh,
ist's oft vergeb'ne Müh'.

Bauernweisheit

Es wurde freigelassen, um mit den Menschen die Begeisterung an Bookcrossing zu teilen. Schön, dass Sie es mitgenommen und hier einen Eintrag gemacht haben, denn es ist für Bookcrosser:innen immer sehr schön zu erfahren, wo ein Buch nun hin gekommen ist und wie es dem Finder gefällt. Und genau darum geht es bei Bookcrossing: Bücher auf Reisen zu schicken - gerade auch zu Stellen, an denen nicht damit gerechnet wird - und Leseerfahrungen zu teilen.

Journal Entry 3 by wingAndrea-Berlinwing at Berlin (irgendwo/somewhere), Berlin Germany on Tuesday, April 4, 2023
Das Buch ist zusammen mit der lustigen Kuh-Karte gut bei meiner Mutter angekommen, vielen Dank. Wir haben heute schon geblättert und uns erstmal die schönen Bilder angesehen. Da konnte ich schon Einiges erzählen: Am Anhalter Bahnhof (Jetzt ist nur noch der Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn in Betrieb, aber der der Portikus des alten Bahnhofs steht noch als Mahnmal zur Erinnerung an Krieg und Zerstörung) steige ich jeden Morgen aus; Unter den Linden im Hauptgebäude der Universität lasse ich im Bücherregal im Foyer häufig Bücher frei (Das Gebäude hat sich, glaube ich, so gut wie gar nicht verändert.) Demnächst fangen wir an, die Beschreibungen von Ida Seidel zu lesen.

Journal Entry 4 by wingAndrea-Berlinwing at Forddamm in Mariendorf, Berlin Germany on Tuesday, April 4, 2023

Released 10 mos ago (4/4/2023 UTC) at Forddamm in Mariendorf, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Das Buch ist bei meiner Mutter.

Journal Entry 5 by wingAndrea-Berlinwing at Berlin (irgendwo/somewhere), Berlin Germany on Saturday, November 18, 2023
In dem Buch haben wir oft geblättert und uns vor allem an den schönen Zeichnungen erfreut. Alles hat seine Zeit, jetzt ist für das Buch die Zeit der Weiterreise gekommen.

Journal Entry 6 by wingAndrea-Berlinwing at Schloßstraße in Steglitz, Berlin Germany on Saturday, November 18, 2023

Released 3 mos ago (11/21/2023 UTC) at Schloßstraße in Steglitz, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Das Buch wird bei einem kleinen Treffen Lillianne übergeben mit der Bitte, es wieder reisen zu lassen, vielleicht zu einer anderen alten Dame?

Journal Entry 7 by wingLilliannewing at Steglitz, Berlin Germany on Tuesday, November 21, 2023
Es war ein kleines Treffen im Vorfeld meines neuen Chortermins. Vielen Dank für dieses Büchlein, das am 5. Dezember mit nach Prenzlauer Berg reisen wird. Die alte Dame wird Ina Seidel ebenfalls kennen und sich mit mir über Ihre Erlebnisse dabei sprechen können ... im Gedenken!

Journal Entry 8 by wingLilliannewing at - irgendwo in Prenzlauer Berg, Berlin Germany on Tuesday, December 5, 2023

Released 2 mos ago (12/5/2023 UTC) at - irgendwo in Prenzlauer Berg, Berlin Germany

WILD RELEASE NOTES:

Das Buch wird _nicht_ in der Winterchallenge von Joschi-Micky freigelassen. Hier sind die "Novemberbücher" gelistet. Ich nehme es mit zum Besuch bei der 'alten Dame'. Viel Freude damit!

Es wurde freigelassen, um mit den Menschen die Begeisterung an Bookcrossing zu teilen. Schön, dass Sie es mitgenommen und hier einen Eintrag gemacht haben, denn es ist für Bookcrosser:innen immer sehr schön zu erfahren, wo ein Buch nun hin gekommen ist und wie es dem Finder gefällt. Und genau darum geht es bei Bookcrossing: Bücher auf Reisen zu schicken - gerade auch zu Stellen, an denen nicht damit gerechnet wird - und Leseerfahrungen zu teilen.

Schauen Sie doch auch mal ins deutsche Bookcrossing-Forum, in den Begrüßungsfaden für Neulinge oder auf die Hilfeseite. Im Forum werden übrigens auch die monatlichen Treffen angekündigt, bei denen uns neue Bookcrosser:innen immer herzlich willkommen sind.

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