Die Lusiaden: (Os Lusíadas)

by Luís de Camões | Poetry |
ISBN: 3954210258 Global Overview for this book
Registered by Diotallevi of Stuttgart, Baden-Württemberg Germany on 11/10/2014
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Journal Entry 1 by Diotallevi from Stuttgart, Baden-Württemberg Germany on Monday, November 10, 2014
Das Buch der 1000 Bücher sagt:

OT Os Lusiadas OA 1572 DA 1806Form Versepos Epoche Renaissance
In zehn Gesängen schildert und preist Luís Vaz de Camões die großen Entdeckungs- und Eroberungsfahrten der »Lusiaden«, also der portugiesischen Nachfahren des sagenhaften Stammvaters Lusus. In historischer und zugleich mythologischer Einbindung sollte das Werk das nationale Selbstbewusstsein stärken, aber auch gleichrangig neben die antiken Vorbilder, insbesondere der Aeneis (entst. 30–19 v. Chr.) von R Vergil, treten.
Inhalt: Erklärtes Ziel der Dichtung ist es, den Ruhm eines Volks zu singen, dessen Heldentum in der Entdeckung des Seewegs nach Indien und der Eroberung von asiatischen Besitzungen gründet. Die Handlung lehnt sich daher an die historischen Fahrten (1498/99) von Vasco da Gama (um 1469–1524) an, bezieht im Rückblick aber auch die gesamte Vorgeschichte Portugals ein. Zugleich wird die portugiesische Expansion als Mission zur Verbreitung des christlichen Glaubens gefeiert. Schließlich (und für den Autor offenbar ohne Widerspruch) wird die Abenteuerfahrt in den Rahmen eines Götterstreits auf dem Olymp gestellt und somit in Analogie zu der Odyssee (entst. 2. Hälfte 8. Jh. v. Chr) von R Homer und zur Aeneis gesetzt.
Jupiter will die Eroberungsfahrt der Lusiaden, deren Schiffe soeben die Südspitze Afrikas umrundet haben, nach Indien unterstützen. Ihm tritt Venus zur Seite, die gegen den listenreichen Widerstand des Bacchus die Portugiesen nach Melinde führt. Dem dortigen König erzählt Vasco da Gama die Geschichte der portugiesischen Könige sowie die letzten Abschnitte seiner Reise. Nach weiterer Seefahrt und Streit zwischen Bacchus und Venus erreichen die kühnen Seefahrer Kalkut, wo Paulo da Gama die Heldenerzählungen seines Bruders fortführt. Durch eine Intrige des Bacchus wird Vasco da Gama inhaftiert. Nach seiner Befreiung verlassen die Portugiesen Indien, werden von ihrer Schutzgöttin Venus in Gestalt der Thetis auf einer paradiesischen Liebesinsel empfangen und belohnt. Das Epos endet mit einer visionären Schau des Vasco da Gama auf das Planetensystem und die - immer mehr von den Portugiesen beherrschte – Erde.
Aufbau: Die Lusiaden verschmelzen Stoffe und Figuren unterschiedlicher Herkunft zu einem Epos, das sich mit antiken Vorbildern messen will, in der Form aber an andere Renaissancewerke, besonders den Rasenden Roland (1516 / 21 / 1532) von Ludovico R Ariosto anlehnt. Camões betont, nur die »reine, nackte Wahrheit« zu erzählen und benutzt zeitgenössische Chroniken als Quelle; dennoch bleiben die »historischen« Teile des Werks eher blass. Dagegen verleiht die Einbildungskraft des Dichters den mythologisch-fantastischen Partien einen außerordentlichen Reiz. Es geht ihm nicht so sehr um eine »realistische« oder abenteuerliche Erzählung, sondern vielmehr um die Beschwörung der vergangenen Heldentaten, die er seinem im Niedergang befindlichen Volk mahnend entgegenhält.
Wirkung: Der Ruhm seines Werks und die nur fragmentarisch bekannte Biografie ließen Camões schnell zu einer mythischen Gestalt werden. Aus portugiesischer Sicht verkörpert er die Ambivalenz von nationaler Größe und der Vergänglichkeit von Weltmachtträumen. In Deutschland weckte Alexander von R Humboldt das Interesse an den Lusiaden, die er »das größte maritime Epos der Weltliteratur« nannte. J. V.


Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut und die einführenden Texte haben meine Vorfreude noch gesteigert. Ein Portugiese, der die Entdeckungsfahrten seiner Zeit nach dem Muster homerischer Epen erzählt, das klang sehr interessant.

Ich habe denn auch große Teile des Textes gerne gelesen. Zum Glück gibt es in der vorliegenden Ausgabe viele Anmerkungen zum Text, so dass man mit den tausenden Anspielungen auf Gestalten der griechischen bzw römischen Mythologie und geographischen Gegebenheiten auch etwas anfangen kann.
Mit der Zeit wurde mir der dauernde Lobpreis aber doch etwas zu viel. Das Denken, dass der eigene Glaube das einzig Wahre ist und dass alle Andersgläubigen schlecht sind, haben wir zum Glück inzwischen überwunden - die Lusiaden sind voll davon. Nun ja, das weiß man vorher, aber es kommt halt so geballt... Dann kommen immer wieder Vergleiche mit Völkern oder Helden vergangener Zeiten, und dauernd wird angestrebt, deren Leistungen verblassen zu lassen angesichts der Großtaten der Zeitgenossen. Das finde ich unverständlich. Warum soll Alexander der Große weniger glänzen, nur weil andere später ebenfalls erfolgreich waren? Im Verlauf wurde es für mich immer anstrengender, weil diese Dinge immer mehr genervt haben. Zum Ende hin wurde es dann wieder schön, als die Geographie mit schönen Sprachbildern ausgerollt wurde.

Ich bin gespannt, was die anderen 1000Bücher-Challenger zum Werk sagen ;-)

Journal Entry 2 by Dani75 at Rudersberg, Baden-Württemberg Germany on Wednesday, November 12, 2014
Wurde mir gestern beim Meetup überreicht - vielen Dank!

Journal Entry 3 by Dani75 at Rudersberg, Baden-Württemberg Germany on Sunday, May 24, 2015
So, nun hat es bei mir doch ein paar Wochen gedauert, bis ich es geschafft habe die zehn Gesänge zu lesen. Einerseits fand ich es ganz interessant, ab und zu sogar ganz schön zu lesen wie sich die portugiesischen Seefahrer aufgemacht haben, Afrika zu umsegeln um schließlich nach vielen bestandenen Abenteuern in Indien anzukommen. Den Entdeckergeist bewundere ich, allerdings bin ich da auch ganz bei manchem der antiken Götter wenn ich ihren Unterdrücker- und Eroberergeist im Namen des "einzig wahren Glaubens" so gar nicht gutheißen kann.
Leider wusste ich vor dem Lesen viel zu wenig über die portugiesische Geschichte und antike Mythologie sonst hätte ich dem Text vielleicht viel besser folgen können. Die Fußnoten waren hier auf jeden Fall sehr hilfreich zum Verständnis, es hat die Lektüre dann für mich aber auch ein bisschen anstrengender gemacht weil ich dann wieder in den ursprünglichen Text reinfinden musste.

Released 9 yrs ago (5/26/2015 UTC) at -- Per Post geschickt/ Persönlich weitergegeben --, Baden-Württemberg Germany

CONTROLLED RELEASE NOTES:

Wird beim Meetup weitergereicht an einen anderen Challengeteilnehmer - viel Spaß beim Lesen :)

Journal Entry 5 by Lese-Michaela at Stuttgart, Baden-Württemberg Germany on Saturday, August 1, 2015
Nein, es hat erst jetzt den Weg zu mir gefunden, danke!

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